SR - Sakralstäbe

Das operative Management von Beckenringzerreissungen stellt nach wie vor eine Herausforderung für den behandelnden Chirurgen dar.Die suffiziente Stabilisierung einer solchen Verletzung setzt sowohl profunde Kenntnisse der Anatomie und Biomechanik des Beckens als auch das Verständnis des Frakturmechanismus voraus. Die gewählte Technik der hinteren Stabilisierung hängt einerseits von der Art der Fraktur, andererseits von der persönlichen Erfahrung des einzelnen Operateurs ab.Sacrale Gewindestäbe sind als Fixation hinterer Beckenringinstabilitäten schon lange bekannt und bewährt, vor allem  bei  Sakrumfrakturen  in  allen  drei  Zonen  und  bei  SI-Gelenkssprengungen.

Die Stabilität der Sacralstäbe ist durch zahlreiche Studien belegt, in vielen Untersuchungen wurden die Stäbe auch als „golden Standard“ und als Referenzwert herangezogen.Bei  entsprechenden  Typ  C-Verletzungen  muß  zunächst  ventral,  in  der  Regel  durch  Plattenosteosynthese,  instrumentiert  werden.  Die  hintere  Stabilisierung  erfolgt  entweder  in  gleicher  Sitzung  oder  als  Zweiteingriff frühsekundär.Mit dem nun vorliegenden ausgereiften Instrumentarium wurde die Technik der Applikation standardisiert und deutlich vereinfacht.Durch  die  Verwendung  von  Titan  bestehen  keine  Einschränkungen  hinsichtlich der postoperativen bildgebenden Diagnostik.

  • Gewindestange mit Beilagscheiben und Kontermutter zur ilioiliacalen Kompressionsosteosynthese
  • Abgesetztes Gewinde zur Erhöhung der Dauerfestigkeit
  • Beilagscheibe: keilförmig, gerippt, anatomisch geformt
  • Stabiles Zielinstrument zur einfachen und sicheren Platzierung der Gewindestangen
  • Steckschlüsselsystem mit AO-Standardadapter zur schnellen und einfachen Fixierung der Muttern

Zugehörige Unterlagen:
SR - Operationstechnik
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